Die Gemeinde Tijarafe auf der Insel La Palma

Die Gemeinde Tijarafe liegt im Westen der Insel La Palma. Sie nimmt eine Fläche von ca. 54 Quadratkilometer ein und verfügt über ca. 3000 Einwohner.

Ort der Gemeinde Tijarafe auf La Palma:

• El Pueblo
• La Punta
• El Jesús
• Aguatavar
• Arecida
• Tinizara
• El Pinar
• Bellido
• La Costa
• Amagar

Tijarafe ist noch einer der wenigen Plätze, wo man die Natur und den Rhythmus des täglichen Lebens mehr als alles andere spürt. Hier sind viele Traditionen erhalten, die sich seltsam mischen mit den Gewohnheiten der Leute, die von außerhalb kommen, angezogen von der Möglichkeit in Ruhe zu leben.
Die Wasserknappheit bestrafte über Jahrhunderte dieses Gebiet, während heute die Wasserversorgung ausreichend gesichert ist. Es ist ein fruchtbares Gebiet, indem vorwiegend Landwirtschaft betrieben wird, was die Erscheinung der Landschaft prägt. Über lange Zeit ernährte sich die Bevölkerung von Kaktusfeigen, Mandeln, Ziegenmilch- und Käse, Mispeln und was sonst noch angebaut werden konnte. Mit anderen Gemeinden wurden die Produkte getauscht, um eine größer Vielfalt zu erhalten.
In Zeiten der Auaritas (antiker Name der Einwohner La Palmas) umfasste die Gemeinde Tijarafe ein großes Gebiet, Izcagua bis El Time (was ‚die hohe Klippe' bedeutete), wo man den ‚Stein der Guanchen', reich mit Petroglyphen verziert findet. Man erzählt sich, dass sich dort Atogmatoma der König der Hizcaguán aufhielt, welches auch der ursprüngliche Name des Gebietes von Tijarafe oder Tixarafe war, und in der Sprache der Auaritas soviel wie ‚Platz der Frische und des Überflusseses' hieß.

Mit einer Ausdehnung von 54 Km ist das ganze Gebiet eine Rampe absteigend bis zum Meer, durchzogen von Schluchten und Hügeln. Das höher gelegene Gebiet ist mit Pinien bewaldet, in mittleren und niedrigen Lagen wechselt sich niedere Vegetation mit Landwirtschaft ab, auffallend sind die besonderen Terrassen zum Anbau. Zu finden sind, abhängig von der Höhenlage: Weinanbau, Mandelbäume und viel verschiedene Fruchtsorten, Kaktusfeigen, Bananen, Avocados, Nelken und viele Gemüsesorten. Außerdem einheimische Gewächse wie der Drachenbaum, oder autochtonen Pflanzen wie z.B. das Greenonium Tijarafensis, welches äußerst selten und wenn dann nur hier zu finden ist.
Der Himmel von Tijarafe ist bevölkert von lärmenden Krähen, vom aussterben bedrohter Greifvögel, die in Grüppchen umherfliegen, Wachteln, Finken, Gimpel, Falken…
Die hier lebenden wilden Kaninchen sind wegen ihres Fleisches in der Gastronomie sehr beliebt, nebst den Zicklein und Schweinefleisch. Die Tijaraferos halten sich Haustiere , um sich mit Eiern, Käse, Milch und Fleisch zu versorgen. Auch der Weinanbau ist hier tief verwurzelt, überall gibt es Weinbodegas in den Bergen. Die hiesigen Suppen und Eintöpfe sind wahre Leckerbissen.
Herausragend ist die große Zahl biologischer und kunsthandwerklicher Produkte, die von den Einheimischen und Zugereisten erzeugt werden: Webereienprodukte, Stickereien, Keramik, Kleidung, Honig, Brot, Ziegenkäse, Zuckerrohrmelasse und Saft (Guarapo), Gofio, Körbe...
Verschiedene Elemente gestalten die Identität Tijarafes, manche getränkt in Legenden wie z.B. La Punta del Moro, oder das Gebiet um El Time (wo man vom Tal her Lichter sehen könne, was verlorene Seelen seien, die auf der Suche nach Erlösung seien). Und andere wunderschöne Stellen wie die Cueva Bonita (die schöne Höhle) wo die Fischer im 16.+17. Jahrhundert die Piraten in die Falle lockten, da die Höhle einen Eingang und einen Ausgang hat. Oder die Schluchten Jurado oder Garome, der Berg Los Riveroles, die alten Königswege und die Architektur der vielen Terrassen.
Auch kulturell finden sich hier noch Dichter und Poeten und das traditionsreiche Teufelsfest welches jährlich am 7. September gefeiert wird, einen Tag vor dem Tag der Schutzpatronin Virgen de Candelaria, wobei der Teufel gespickt mit Feuerwerkskörpern wild zwischen dem aufgeregtem Publikum tanzt, begleitet von einer Eskorte aus Riesen und Riesenköpfen.
Die Volksfeste Tijarafes entstanden durch Naturereignisse oder sind religiösen Ursprungs und viele von ihnen finden in der freien Natur statt. Deswegen bieten diese Feste neben der Musik auch Beköstigung welche eine Hauptattraktion für die Anwesenden ist.


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